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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Waffen & Rüstungen
Corax Offline

Knappe

Beiträge: 42

19.03.2008 12:25
Pflichtlektüre? antworten
Vivant!

Im Karfunkel wurde es schon beworben und bisher waren einige positive Kommentare zu sehen.
Die Rede ist von dem jetzt schon als Standartwerk gelobten Buch "Schwertkampf. Der Kampf mit dem langen Schwert nach der deutschen Schule".
Mit vielen, guten Fotos und detaillierten Beschreibungen wird hier im Lichtenaurschen Stil jedem der Umgang mit dem Schwert sowie einiges Drumherum vertraut gemacht.
Hier ein Link zum Buch: http://www.uni-protokolle.de/buecher/isbn/3938711191/
Ich selbst werde mir eines zulegen, dann könnt ihr ja mal einen Blick reinwerfen, beim nächsten Stammtisch nehme ich es mit.
Falls jemand es bestellen möchte, kann er sich ja an mich wenden ;).
Am besten wäre es, wenn ihr hier im Thread einfach eventuelle Bestellungen aufgebt, Name, Adresse und Anzahl der Exemplare.

Corax

Admin: Bei Trainings hat das wohl nichts verloren

Ihr sagt, Gott schuf die Menschen.
Ich sage, die Menschen schufen Gott.

Jörg vom Thal zu Ham Offline

Heerführer


Beiträge: 631

19.03.2008 15:49
#2 RE: Pflichtlektüre? antworten

So, das neue Standardwerk...

Das Buch ist grad mal 3 Monate draussen und dann schon solche Aussagen...
Solche Rezensionen sind generell mit größter Vorsicht zu genießen.
Zum Beispiel
hier sind die Rezensionen im algemeinen absolut top. Die einzig Negative Bewertung sagt noch nicht mal wirklich was über den Inhalt aus. Und des Buch ist wirklich nicht gut, von der korrektheit des Inhalts her mal abgesehen.

Zu dem Buch muss man zuallererst mal sagen, das es sich um ein Buch zu reinem Historischen Fechten handelt.
Das ist eine ganz andere Leistungsliga, als das was wir betreiben.
Wir betreiben reenectmentfechten, was mir echtem kämpfen nicht soviel gemeinsam hat.

Der Autor ist allerdings schon sehr lange in der HF-Szene aktiv und unter anderem bei Ars Gladi und anderen vertreten. Das macht das Buch schon viel glaubwürdiger und interesanter.

Ein echtes Standardwerk bei diesem Thema ist wohl eher Toblers Fighting with the German Longsword oder die Übersetzung

Da das Buch aber von einigen echten Profis für gut befunden wurde, würd ich ein Exemplar haben wollen.


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
Corax Offline

Knappe

Beiträge: 42

19.03.2008 17:37
#3 RE: Pflichtlektüre? antworten

Nun ja, bis ich es mir selber durchgelesen hab, kann ich natürlich nur die Meinungen anderer wiedergeben...ist ja nur ein Hinweis, keine persönliche Empfehlung ;) Aber wenns schon ein neues Buch über Schwertkampf gibt, dacht ich mir, ich könnts euch ja einfach sagen.
Wie gesagt, am Dienstag könnt ihr euch ein eigenes Bild davon machen, bis dahin sollte mein Exemplar da sein.

Ihr sagt, Gott schuf die Menschen.
Ich sage, die Menschen schufen Gott.

Maximilian vom Wolfsgraben Offline

Gardist


Beiträge: 355

19.03.2008 17:54
#4 RE: Pflichtlektüre? antworten
Schwertkampf?! Da geb ich meinen Senf auch mal dazu.

@Corax: Beim Schwertkampf wirst du dich mit Bücher wohl eher hart tun. Ich hab auch versucht mir autodidactisch was anzueingnen, hat aber nicht wirklich geklappt. Außerdem gibts wieder mal verschiedene Arten des Kämpfens, das hier so in der MA-Szene rumgeistert.

Codex Belli (CB) : Verschieden Trefferzonen (Kopf, Schienbeine, Unterarme) werden rausgenommen. Stiche werden i.d.R. auch nicht zugelassen. CB wird vor allem bei Feldschlachten angewandt. Aber im Schwert-Tunier in Furth kommt dieses Regelwerk auch zum Einsatz. Hat mit realistischem Kämpfen wenig zu tun. Macht aber Spaß und ist gut zum Einstieg.

Historisches Fechten (z.B. Liechtennauer):
Dabei lernst du Kampftechniken von Fechtmeistern des Mittelalters (überwiegend 14.-16 Jh.). Du erlernst Schlagtechniken wie sie damals gelehrt und angewendet wurden. Sehr "A." Nachteil: Du brauchst jemanden der dir es bei bringt (http://www.schwertkampf-ochs.de) und diese Schlagtechniken kannst du nur bedingt anwenden. Sie sind ja zum Töten da und das willst du hoffentlich nicht.

Huskarl:
beschäftigt sich damit frühmittelalterliche Kampfweise so gut es geht nachzuempfinden. Im FrühMi gab es keine Fechtschulen. Meister ihres Fachs gaben ihre Techniken an ihre Schüler weiter. Vereine wei Hammaborg in Hamburg (http://www.hammaborg.de) machen Schnitttests mit scharfen Schwertern an Schweinehälften um zusehen welche Schläge am effektivsten waren und setzten sie im Kampf um (z.B. Ellypsenschlag). Natürlich werden dabei keine Trefferzonen zensiert. Huskarl versucht des weitern spannenden Zweikampf und historisches Fechten zu verbinden.
Nachteil: Hoher Grad an Schutzausrüstung erforderlich. Du brauchst auch jemaden der dir was beibringen kann. Es wird fast nur mit Schwert und Buckler gekämpft (möglich ist auch Schwert und Rundschild). Zu schwere Rüstungen sind eher hinderlich, da es ein sehr dynamisches Kämpfen ist.


Hier hast du nen kleinen Überblick über die gängigen Sachen. Eine Sache ist jedoch bei allen drei Arten klar. Du brauchst viel Zeit und Geduld um die nötige Technik und Fittness zu bekommen damit du Schwertkampf ordentlich ausüben kannst.
Markgraf Stefan vom Berg Offline

Heerführer


Beiträge: 543

19.03.2008 18:50
#5 RE: Pflichtlektüre? antworten

Und wieder was wo ich am Max zustimmen muss...

Bücher sind gut um sich Anregungen zu holen, evtl kann man das eine oder andere umsetzen, aber letztendlich lernt man den Umgang mit dem Schwert auf dem Schlachtfeld
Zumal nur sehr wenige (ich weis 2) von uns Langschwert machen und der Rest mach Codex Belli.

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Markgraf Stefan vom Berg zu Essenbach, Bewacher der Nördlichen Reichsgrenzen

Ansgar Thorkillson Offline

Gardist


Beiträge: 425

19.03.2008 23:16
#6 RE: Pflichtlektüre? antworten
Da muß ich doch auch glatt mein Senf dazugeben!

1. Bezweifle ich dass wenn man ein Buch liest, danach überhaut eine Ahnung von Schwertkampf hat/bekommt. Sowas sollte eine Stütze zum bestehenden Training sein, um neue Techniken zu lernen und Fehler ausmärzen.

2. Um ein solches Buch bewerten zu können sollte man zumindestens schon mal ein Schwert geführt haben (nich blos in der Hand gehalten), und sich mit der speziellen Thematik des 1 1/2 Händers beschäftigt haben.

3. Wie schon erwähnt, für den Großteil von uns Kämpfern sowieso nicht umsetzbar, da --> Reenactmentfechten

Ansgar Thorkillson inn Smidr af Noregr,
Smidr inn Gisl Biburgiensis

Ritter Sam Offline

Knappe


Beiträge: 100

19.03.2008 23:24
#7 RE: Pflichtlektüre? antworten

Ich denke die beste Methode um Schwertkampf
zu lernen, ergab sich für mich als ich dieses
Handwerk bei Max und Patrik eingetrichtert
bekommen habe. Hart aber herzlich.

Mit Büchern ist das immer so eine Sache.
Ich will jetzt nicht noch weiter daran
rumkritisieren.

Lerning by doing ist die Devise

Ritter Sam von Vilsbiburg
auch genannt
Der Blutbringer

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